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Friedenspädagogik und Gewaltfreiheit

Frieden muss immer wieder neu gelernt werden – und mit den Bedingungen dafür muss sich Friedenspädagogik stets neu beschäftigen. In diesem Band werden aktuelle Argumentationslinien von Gewaltfreiheit und Friedenspädagogik im Horizont der Weltgesellschaft vermessen und so innovative Perspektiven für eine Friedenspädagogik im 21. Jahrhundert aufgezeigt.

Das bis heute übergeordnete Ziel einer Pädagogik für Frieden und Gewaltfreiheit ist es, Menschen, Gruppen und Gesellschaften zu befähigen, Konflikte konstruktiv und gewaltfrei austragen zu können. Um dies als realisierbar zu gestalten, braucht es ein stetiges und ständiges Bemühen darum, Frieden immer wieder neu zu lernen und sich mit den Bedingungsfaktoren stets neu zu beschäftigen.

Trotz zunehmender Gewalteskalationen weltweit, erscheinen die Debatten um Zukunftsfähigkeit im Horizont eines nachhaltigen Friedens nach wie vor marginalisiert. Auffällig ist, dass in den meisten Debatten zwar auch international gedacht, allerdings dabei im Horizont von Nationalgesellschaften argumentiert wird.

Mit der geplanten Publikation wird das Ziel verfolgt, bekannte Argumentationslinien von Gewaltfreiheit und Friedenspädagogik im Horizont der Weltgesellschaft zu vermessen und so innovative Perspektiven für eine Friedenspädagogik im 21. Jahrhundert anzubieten. Auffällig ist im vorliegenden Diskurs, erstens dass Gewaltfreiheit und Friedenspädagogik auf unterschiedlichen Ebenen von Gesellschaft in den Blick genommen werden (Mikro-, Meso- und, Makroebene), dass zweitens verschiedene Gewaltformen adressiert werden (personelle, strukturelle und kulturelle Gewalt) und dass Argumentationen der Friedenspädagogik auf verschiedenen Niveaus angelegt sind (theoretisch, konzeptionell, praktisch).

Um gesellschaftsimmanente Beschreibungen von Gewaltfreiheit und erzieherische sowie bildnerische Maßnahmen damit assoziierter Friedenspädagogik aufeinander beziehen zu können, werden systematisch auf die Grundüberlegungen Globalen Lernens Bezug genommen und die damit verbundenen Diskurse fruchtbar gemacht.

 

Die Herausgeber:
Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann
Professur für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule NRW, Aachen

Prof. Dr. Gregor Lang-Wojtasik
Professur für Erziehungswissenschaft/Pädagogik der Differenz an der Pädagogischen Hochschule Weingarten

Zielgruppen:
Lehrende und Forschende der Sozialen Arbeit und der Erziehungswissenschaften,
FriedenspädagogInnen

Weitere Informationen:
s. Link   


      

Orientierungen von Lehrerinnen und Lehrern im Themenfeld Heterogenität

- Eine rekonstruktive Anlayse -

Autor: Schieferdecker, Ralf; ISBN: 978-3-8474-0732-4; Verlag Barbara Budrich; Erscheinungsjahr 2015;

Die Arbeit fragt nach Orientierungen von Lehrkräften beim Thema Heterogenität. Hierfür werden funktionale Strukturen des Fach- und Alltagsdiskurses mittels einer dafür entwickelten Matrix analysiert. Die anschließende empirische Rekonstruktion auf der Grundlage von Gruppendiskussionen mit Lehrerinnen und Lehrern fokussiert den pädagogischen Alltagsdiskurs. In der Zusammenschau von theoretischer Analyse und empirischer Rekonstruktion zeichnen sich Forderungen für ein Umdenken sowie Folgen für den Blick auf pädagogische Professionalität ab.

Sowohl im erziehungswissenschaftlichen Theorie-, wie auch im pädagogischen Alltagsdiskurs spiegeln sich die normativen Horizonte von Heterogenität. Dabei stellt sich für diese Untersuchung nicht die Frage, ob mit dem Heterogenitätsbegriff ein Problem oder eine Chance verbunden wird. Der Fokus liegt auf der Funktion der den Handlungen zugrundeliegenden Orientierungen. Diese Orientierungen helfen den Lehrkräften Interaktionsräume übersichtlich zu halten und damit Handlungen (in einer komplexen pädagogischen Praxis) zu ermöglichen. Auf Grundlage der Theorie Sozialer Systeme (Luhmann) wird eine Analysematrix erstellt, mit der die funktionalen Zusammenhänge beschrieben werden können. Mittels der dokumentarischen Methode (Bohnsack) werden anschließend habitualisierte Muster von Lehrkräften rekonstruiert. Hierbei wird beschreibbar, dass Lehrkräfte auf konjunktive Muster zurückgreifen, die es ihnen ermöglichen das Spannungsverhältnis zwischen normativen Erwartungen und strukturellen Vorgaben für ihre konkrete Handlungspraxis aufzulösen. Für die Arbeit wurden Gruppendiskussionen mit Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt. Drei Typen konnten mit der dokumentarischen Methode rekonstruiert werden. Alle drei verfolgen unterschiedliche Strategien um mit dem Spannungsverhältnis (von normativen Erwartungen und strukturellen Vorgaben) umzugehen. Die Wahrnehmung von Heterogenität wird hierbei geprägt von Homogenisierung. Diese Form der Komplexitätsreduktion gilt es nicht vorschnell auf Grund pädagogisch-normativer Paradigmen zu verurteilen. Vielmehr gilt es Homogenisierung in ihrer Funktion für den Erhalt von Interaktionswahrscheinlichkeiten für die pädagogische Praxis konstruktiv zu wenden.

 

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Verlag.


Personalentwicklung in der Schule zwischen Fremdsteuerung und Selbstbestimmung

Katja Kansteiner / Christoph Stamann (2015) (Hrsg.)

 

Der Band wendet sich an Personen im Schul- und Hochschulbereich, die sich mit der Führungsaufgabe Personalentwicklung befassen. Er bietet grundlegende wissen- schaftliche Erörterungen zur Personalentwicklung im Rahmen der Steuerungsdynamiken des Schulsystems. Ferner befasst er sich mit Möglichkeiten der Kompetenzentwicklung für Schulleitungen und gibt viele Anregungen für die Umsetzung in der Praxis. Nicht zuletzt fokussiert er zentrale Fragen der Verantwortung in Führungsprozessen, die sich u.a. aus wirtschaftlicher und ethischer Perspektive ergeben.

 

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Einführung in den Sammelband