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HeadsUp / Erasmus +

Laufzeit: 10/2016 - 08/2019

Heads UP - Heads Using Professional Learning Communities

The project invents and implements a model for leadership development in order to support school principals to lead their teachers better into school improvement and necessary teaching development. By supporting school leaders to raise their leadership skills the project supports them to manage better to lead their teachers into improving and to take on the challenges of teaching diversity more successfully. It follows a model that can be seen as a PLC-"Doubledecker" (like a biplane) because it joins school leaders into PLCs and encourages them to build up likewise professional learning communities for teachers. The project also builds up a school based transnational network for leadership and school improvement. In each of the six partner countries PLCs of heads are set up and their progress is supported by learning options distributed by a learning platform, conferences and counselling in an innovative way.

Link: www.plc-headsup.eu

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Projekt zur Führungskräfteentwicklung

Das Projekt „Heads UP - Headmasters Using Professional Learning Communities“ entwickelt und implementiert ein Modell zur Kompetenzentwicklung von SchulleiterInnen, um sie darin zu unterstützen, die Lehrkräfte ihrer Schule in der Unterrichtsentwicklungen zu begleiten. Professionelle Lerngemeinschaften (professional learning communities, PLCs) haben sich als effektives Instrument in der Weiterbildung von Lehrkräften bewährt. Im Projekt werden nun zum ersten Mal SchulleiterInnen in Professionelle Lerngemeinschaften zusammengeführt, durch die sie ihre Führungsfähigkeiten praxis- und anlassbezogen ausbauen. Dies stattet sie dafür aus, Lerngemeinschaften innerhalb des Kollegiums zu initiieren und damit die professionelle Weiterentwicklung ihres Kollegiums auszubauen.

Angesichts der aktuellen schulentwicklerischen Herausforderung, SchülerInnen mit unter- schiedlichen Bedürfnissen in allen Ländern erfolgreich zu unterrichten (zu nennen sind hier bspw. heterogene Klassen, inklusive Erziehung oder die Integration von Flüchtlingskindern), müssen Bemühungen um Unterrichts-entwicklung forciert werden. Das Projekt trägt dazu bei, indem es über das Lernen der SchulleiterInnen das Lernen der Lehrkräfte anzuregen und darüber Einfluss auf erfolgreiche Lernleistungen von SchülerInnen zu nehmen sucht.

Das Modell des Projekts stellt sich als PLC-„Doppeldecker“ dar. SchulleiterInnen werden in PLCs begleitet, um vergleichbare Lerngemeinschaften für Lehrkräfte an ihrer jeweiligen Schule aufzubauen. Die Form der PLCs bietet SchulleiterInnen eine Lernumgebung, in der alle Mitglieder sowohl von den Erfahrungen der anderen profitieren als auch gemeinsam Wissen erweitern, da sie sich einer kooperativ arbeitenden Gruppe verpflichten und gegen- seitig Unterstützung bei der Entwicklung ihrer je individuellen Bedürfnisse schaffen. Da die Arbeit in einer PLC jedem/r erlaubt, unterschiedliche Ziele zu verfolgen und zugleich Unter- stützung dafür zu erhalten, stellen PLCs eine vielfaltsorientierte Methode dar, in der individuelle Entwicklungsbedürfnisse mit kollektivem Lernen vereint sind. Individuelle Hintergründe und spezifische Arbeitssituationen der Mitglieder einer PLC können berück- sichtigt und überdies zwischen den Geschlechtern Chancengleichheit erzielt werden. Trotz der positiven Erfahrungen mit PLCs, sind sie an europäischen Schulen und Hoch- schulen noch immer nicht geläufig. Und obwohl Führungsentwicklung auf internationaler Perspektive breit diskutiert wird, wird Führungstraining vornehmlich national umgesetzt. Das Projekt überwindet diese Lücke indem es nationale und internationale Aktivitäten für die berufliche Professionalisierung verbindet und eine transnationale Lernumgebung eröffnet.

Im Projekt kooperieren LehrkräfteausbildnerInnen, FührungstrainerInnen, Schulaufsicht- personal, SchulleiterInnen und ForscherInnen, um ein breiteres Spektrum an Erfahrungen guter Praxis in Führung und vielfaltsorientierter wissenschaftlich orientierter Lehre anbieten zu können. Das Projekt entwickelt Schule durch das transnationale Netzwerk mit. In jeder der sechs Partnerländer werden SchulleiterInnen-PLCs eingerichtet. Ihr Fortschritt wird unterstützt durch eine E-Learning Plattform, Fachtagungen und individuell begleitende Beratungen. Im Gegenzug streben die SchulleiterInnen an, PLCs für LehrerInnen in ihrer Schule einzuführen und so besseren Lerngelegenheiten für SchülerInnen zuzuarbeiten.

Auf nationaler und internationaler Ebene stellt das Projekt ein neues Modell zur Verfügung und vertieft das Bewusstsein für die berufliche Entwicklung an den Schulen. Seine Die Entwicklung, Erprobung und Evaluation des Modells führt nicht nur zum Austausch praktischer Erfahrungen, sondern auch zu Beiträgen in den nationalen und internationalen Diskursen zu Führung und Lernen unter Bedingungen von Heterogenität sowohl im bildungspolitischen als auch wissenschaftlichen Bereich. Außerdem kann das Modell von Profit und Non-Profit Organisationen adaptiert werden.

Auf lokaler und regionaler Ebene wird das Projekt Schulentwicklung vorantreiben, für die Universitäten wird es Erkenntnisse anbieten, die in die Curricula der LehrerInnenbildung eingehen werden.

 

Koordination:
Pädagogische Hochschule Weingarten,  Deutschland

Partner:
Pädagogische Hochschule Vorarlberg, Feldkirch, Österreich
European University Cyprus, Nicosia, Zypern
Norges Teknisk-Naturvitenskapelige Universitet Trondheim, Norwegen
Universidad de Málaga, Spanien
City of Linköping, Education department, Schweden

Projektleitung:
Prof. Dr. Katja Kansteiner

Projektmitarbeiter:  
Christoph Stamann   


Erasmus + / Schulbildung


Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.


GELEFA

Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte Konferenz zur geschlechtergerechten Fachdidaktik am 05.-06.02.2016 an der PH Weingarten
Ziel des Projekts unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Wiepcke und Prof. Dr. Marita Kampshoff (PH Schwäbisch Gmünd) war die Durchführung einer Konferenz zum Thema Entwicklung, Umsetzung und Qualitätssicherung einer geschlechtergerechten Fachdidaktik in den Fachdisziplinen Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften. Die Konferenz richtete sich an Wissenschaftler*innen, Wirtschaft, Politik, Lehrer*innen und weitere in der pädagogischen Praxis Tätige. Thematisch ging es um Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in den Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaft. Alle Konferenz-Maßnahmen nahmen eine Bestandsaufnahme von Forschungsergebnissen zur Kategorie Gender in den Fachdidaktiken sowie deren gegenwärtiger Umsetzung im schulischen Kontext vor. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte das Projekt ab Mai 2015 für 12 Monate.

http://www.gelefa.de


Schulleitungsbesetzung unter der integrierenden Perspektive von Gender Mainstreaming und Diversity Management

Laufzeit: 2015 - 2016

Nationales Forschungsprojekt 2015-2016;
Auftraggeber: Max-Traeger-Stiftung; mit ergänzender international vergleichender Perspektive


Zum Projekt:
Ziel der Studie ist es, herauszuarbeiten, welche Differenzmerkmale im Schulleitungsbesetzungsverfahren aus Sicht verschiedenere Beteiligter Relevanz entfalten und wie sie von den ExpertInnen hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Schulleitungsstelle eingeordnet werden. Mit Hilfe dieser Beobachtungen prüfen wir, inwiefern die Art und Weise der Beachtung bestimmter Differenzmerkmale vor dem Hintergrund von Verfahrensbedingungen und Kontext dem Gleichstellungsanspruch folgen oder ob sich auch Momente finden, durch die der Anspruch an Antidiskriminierung nicht ganz erfüllt wird.


Ansprechpartnerin:
  
Prof. Dr. Katja Kansteiner